Rezension – Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson

Titel: Ich gebe dir die Sonne
Autor: Jandy Nelson
Verlag: cbt
Genre: Roman
Seitenanzahl: 478
Preis: € 17,99 [D], € 18,50 [A] |
ISBN: 978-3-570-16459-4


vordembuchVon Ich gebe dir die Sonne habe ich das erste Mal bei der Buchmesse gehört, als Anna mir davon erzählt hat. Dann habe ich die Bewertungen zu dem Original gelesen, die durchweg positiv waren und wurde neugierig.


klappentextJude und ihr Zwillingsbruder Noah sind NoahundJude – unzertrennlich, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich unsterblich in den Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Drei Jahre später sprechen die  inzwischen 16-Jährigen kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das ihr Leben zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen Künstler …


meinemeinung

„Du musst die Wunder sehen, damit es Wunder gibt.“ (S. 412)

Es gibt Bücher, die man nicht beenden möchte. Man könnte immer weiter lesen, 500 Seiten, 1000 Seiten. Dies ist so ein Buch. Ich habe mir gewünscht, dass es niemals enden wird und könnte es jetzt wieder und wieder lesen.

Ich gebe dir die Sonne ist ein besonderes Buch. Es handelt von einem Zwillingspaar, früher unzertrennlich, doch dann geschieht etwas und sie verlieren sich. Beide gehen ihren eigenen Weg. Das Buch erzählt zwei Geschichten, die doch zusammen gehören.

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Man erfährt abwechselnd von Jude und Noah, aus ihrer und seiner Sicht, was so plötzlich passiert ist und warum sie nicht mehr unzertrennlich sind. Noahs Sicht ist die in der Vergangenheit, Judes Sicht, die in der Zukunft. Doch die einzelnen Jude/Noah-Kapitel sind sehr lang und so wird man als Leser nicht verwirrt.

Mit den Protagonisten habe ich mich sofort angefreundet. Sie sind beide einfach wunderbare Persönlichkeiten, so besonders und einzigartig. Sie sind beide verträumt und Künstler. Jude ist erst ein Mädchen, das beliebt ist und viele Freunde hat, doch dann wird sie zurückhaltender und einsamer. Und redet mit ihrer toten Oma. Bei Noah ist es genau umgekehrt. Er entwickelt sich von einem Einzelgänger zu dem beliebten Jungen. Doch beide tragen ein Geheimnis mit sich.

Noah malt gerne und sehr viel. Er ist ein Künstler und sieht die Welt anders. Ich könnte ihm wohl stundenlang zuhören, wenn er die Welt erkundet und seine große Liebe sieht. Seine Gedanken sind wundervoll und man selbst fühlen wie er sich fühlt. Man wird von seinen Gedanken überrannt. Aber auch Jude ist sehr cool drauf und einfach verrückt, was sie so liebenswert macht.

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Das Besondere an diesem Buch ist die Sprache. Kennt ihr solche Bücher, die man liest und man versinkt darin, aber man möchte nie wieder den Ausgang finden? Ich gebe dir die Sonne ist so ein Buch. Die Sprache ist so wunderschön! Das Buch handelt nicht nur von Kunst, es ist ein Kunstwerk. Die Sprache ist poetisch und einfach wunderschön. Sie weckt so viele Gefühle und man verliert sich in den wundersamen Metaphern. Das Buch packt den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Man schwimmt durch die Seiten und fühlt sich einfach gut. Ich habe lange nicht mehr ein Buch gelesen, das mich so berührt hat. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich einzigartig, man wird mitgetragen und möchte nicht aufhören zu lesen. Alles was die Protagonisten fühlen, fühlt man beim Lesen auch.

Das Buch handelt von dem Erwachsenwerden, der Liebe, den Gefühlen und Beziehungen. Die Beziehungen, die in dem Buch entstehen, sind so wundervoll. Oskar und Brian sind auch Personen, die ich gerne in der realen Welt kennen lernen möchte. Die Themen sind aber nicht nur positiv. Auch Schuld, Wut, Trauer und Mobbing werden angesprochen. Die ganze Bandbreite von Gefühlen wird in dem Buch vereint. Dennoch macht das Buch einfach glücklich. Ich habe gelacht und geweint und war am Ende so glücklich, dieses Buch gelesen zu haben.

„Beim Surfen muss man manchmal feststellen. dass man es mit einer Welle aufgenommen hat, die bodenlos ist, und plötzlich, ohne Vorwarnung, befindet man sich im freien Fall die ganze Welt hinunter. So fühlt es sich jetzt an.“ (S. 272)

Ich gebe dir die Sonne hat eine wichtige Botschaft. Man soll die Person werden, die man sein möchte. Man kann auch verrückte Seiten an sich haben, das macht gar nichts. Man soll sich nicht verkriechen, sondern das Leben leben.

Ich kann euch nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Ihr werdet es nicht bereuen. Lasst euch auf die vielen Emotionen ein und ertrinkt darin. Genießt dieses wundervolle Buch. Es ist nun eins meiner Lieblingsbücher.


FAZITIch gebe dir die Sonne ist ein Buch, das begeistert. Es ist ein Kunstwerk, voller Emotionen und ich kann nur jedem empfehlen, es zu lesen. Lange habe ich nicht mehr ein so berührendes Buch gelesen. Ich habe ein neues Lieblingsbuch gefunden.


Ich danke dem cbt-Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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14 Kommentare zu „Rezension – Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson

  1. Wow! Schon allein die Rezension hat mich irgendwie umgehauen! 🙂
    Ich kenne und liebe solche Bücher, die man liest und bei denen man sich wünscht, sie würden nie enden. Das ist einfach klasse! Ich glaube, dieses Buch lasse ich mir zu Weihnachten schenken! Die Botschaft davon gefällt mir besonders gut 🙂
    Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag!

    Gefällt 1 Person

  2. Wow, zu dem Buch habe ich bis jetzt wirklich nur Positives gehört und auch du berichtest jetzt so lobend davon. Das ist echt toll. Man spürt in jeder Zeile deiner Rezension, wie dich dieses Buch begeistert hat. Das macht Spaß zu lesen und Lust auf das Buch. Super Sache. Job erledigt! 😉
    Ganz liebe Grüße,
    Julia

    Gefällt 1 Person

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