Rezension – Blinde Vögel – Ursula Poznanski

Titel: Blinde Vögel
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Rowohlt
Seitenanzahl: 476
Genre: Thriller
Preis (Taschenbuch): € 9,99 (D), € 10,30 (A)


vordembuch

Blinde Vögel ist der zweite Teil einer Reihe, die momentan aus drei Büchern besteht. Als erstes hatte ich Stimmen gelesen, da ich nicht wusste, dass es sich um einen dritten Teil handelt. Daraufhin habe ich mir den ersten Teil Fünf gekauft und gelesen und nun mit Blinde Vögel alle Bücher um Beatrice Kaspary gelesen, die es gibt. Teil 1 & 3  hatten mir wirklich sehr gut gefallen. Die Bücher sind in sich abgeschlossen, aber die Beziehungen und Charaktere durchleben eine Wandlung innerhalb der Reihe.


klappentext

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Status: Ermordet
Zwei Tote bei einem Salzburger Campingplatz. Sie stranguliert, er erschossen. Zwischen beiden scheint zu Lebzeiten keinerlei Verbindung bestanden zu haben. Oder täuscht der erste Blick?
Die Salzburger Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finden eine überraschende Gemeinsamkeit: Beide waren Mitglieder in einem Internetforum. Ein Forum für Dichtung. Harmloser geht es nicht.
Beatrice Kaspary folgt ihrem Instinkt und schleust sich als vorgebliche Lyrik-Liebhaberin in die Gruppe ein. Kurz darauf gibt es einen dritten Todesfall …


meinemeinung

Ich mag diese Reihe ja sehr, da ich die Kommissarin Beatrice sehr sympathisch finde, auch wenn sie dem Klischee der ‚Polizistin, die ihr Privatleben nicht auf die Reihe bekommt‘ entspricht. Sie hat zwei Kinder, die sie wegen ihrer Fälle zu selten sieht und einen Ex-Ehemann, der ihr immer noch die Schuld für alle Probleme gibt. Doch trotzdem mag ich sie und ihr Verhalten.  Denn ihre Fälle sind ihr wichtig und sie gibt alles dafür, dass sie sie löst und lässt niemanden im Stich.

Der Fall in diesem Buch ist wieder spannend. Es sterben Menschen, angeblich haben sie Selbstmord begangen, aber Beatrice glaubt dies nicht. Sie ist sich sicher, dass mehr dahinter steckt. Und sie meldet sich mit einem Fake-Account bei Facebook an. Denn dort laufen alle Fäden zusammen. Und was sollen diese bestimmten Gedichte, die dort in einer Gruppe gepostet werden?

Die Idee mit Facebook als Schauplatz finde ich gut. Diese Plattform nimmt einen großen Platz im Leben vieler Menschen ein und ist schon fast mit einem Tagebuch zu vergleichen. Denn dort geben manche vieles preis… Und können wir den Leuten dort wirklich trauen?
Besonders schön fand ich die Gedichte, die immer wieder erwähnt wurden. Normalerweise lese ich diese gar nicht, aber es war mal etwas neues für mich. Auch in der Kombination mit Facebook. Die Aufmachung der Facebookgespräche hat mir gut gefallen und sie waren interessant zu lesen.

Die Charaktere mochte ich nach wie vor. Besonders Beatrice und Florin haben es mir angetan. Sie sind nicht nur oberflächlich beschrieben, sondern zeigen auch Gefühle.
Die weiteren Charaktere sind nicht ganz so tiefgründig beschrieben, aber für Nebencharaktere reicht es allemal.

Das Buch ist wirklich spannend und es tauchen immer neue Puzzlestücke auf, die zusammengeführt werden müssen. Der Leser wird wieder oft auf falschen Fährten gelockt und es gibt viele Wendungen. Man denkt, dass man jetzt weiß, was genau vor sich geht, aber dann passiert wieder etwas und die Idee wird verworfen. Oft habe ich mich auch gewundert. Die Spannung lässt fast gar nicht nach und man möchte immer weiterlesen, um zu erfahren, ob es wirklich Selbstmorde waren oder ob es einen Mörder gibt.
Ich muss jedoch sagen, dass mir ab einem bestimmten Zeitpunkt die Geschichte zu langatmig war und mir das Ende an sich gar nicht gefallen hat. Es wurde plötzlich aus dem Hut gezaubert und meiner Meinung nach ist es zu unrealistisch. Die Idee dahinter hat mir nicht gefallen. Für mich ist die Auflösung des Ganzen einfach nicht glaubhaft.
Poznanski’s Schreibstil mag ich sehr, denn er ist sehr flüssig zu lesen. Auch ihre Jugendbücher kann ich nur empfehlen. Sie beschreibt das Geschehen sehr bildhaft und hat immer tolle Ideen!


FAZIT

Wer einen spannenden Thriller mit einem modernem Thema lesen möchte, sollte zu Blinde Vögel greifen. Das Buch ist spannend, jedoch ist mir die Auflösung zu weit hergeholt.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternenbrisen

3-5sternenbrisen

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8 Kommentare zu „Rezension – Blinde Vögel – Ursula Poznanski

  1. Da ich das Buch vor drei Jahren oder so gelesen habe kann ich mich nicht mehr an die Auflösung erinnern und dementsprechend auch nichts großartig dazu beitragen, aber ich weiß noch ganz genau, dass ich das Buch ziemlich mochte, auch wenn Florin mich mit seiner plötzlichen Wortkargigkeit (das Wort gibt es jetzt einfach, ja?) ziemlich aufgeregt hat.

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