Rezension – Nachtwild – Gin Phillips

Gestern ist Nachtwild von Gin Phillips erschienen und ich durfte es schon vorab lesen. Heute erzähle ich euch, was ich von dem Buch halte.


Titel: Nachtwild
Autor: Gin Phillips
Verlag: dtv
Genre: Thriller
Übersetzte von Susanne Goga-Klinkenberg
Seitenanzahl: 310

Ich danke dem dtv für das Rezensionsexemplar.


kalppentextDunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.

Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.


meinemeinungIch muss zugeben, dass ich das Thema an sich sehr interessant finde. In einem Zoo wird um sich geschossen. Wie handelt man da? Wo versteckt man sich? Und ganz wichtig: Wie gehe ich als Mutter vor, um mein Kind zu schützen?

Für mich hatte die Grundidee also großes Potential, aber leider war die Umsetzung meiner Meinung nach nicht gut.

Im Großen und Ganzen dreht sich die Geschichte um Joan und ihren Sohn Lincoln, die einen Tag im Zoo genießen wollten. Der Sohn ist 4, mir kam er aber durch seine Sprechweise älter vor. Ich war oft genervt von ihm, aber da ich nichts mit Kindern zu tun habe, kann ich nicht sagen, ob sein Verhalten dem von 4 Jährigen angemessen war. Aber auch mit Joan wurde ich nicht warm. Manche ihrer Handlungsweisen waren so unverständlich! Warum sollte ich den Kontakt zur Außenwelt in so einer Situation abbrechen? Außerdem gibt sie gute Verstecke auf. Na klar, man muss auch Fahrt und Spannung in das Buch bringen, sonst wird es langweilig. Das hätte man meiner Meinung nach aber ganz anders besser erwirken können.

Wo wir gerade von der Spannung reden, die war auch vorhanden, aber leider wurde sie immer wieder gedrosselt. Und zwar durch irgendwelche unnötigen Gedanken von Joan über die Vergangenheit und ihren Sohn, der ach so toll ist. Diese Parts im Buch waren so langweilig! Manche Gedankengänge und Handlungen von ein paar Sekunden nahmen mehrere Seiten im Buch ein.

Durch Perspektivwechsel kommen auch andere Zoobesucher ein paar Kapitel im Buch und es wird aufgezeigt, was jene so machen, um sich zu schützen. Ich muss aber sagen, dass auch diese Charaktere nicht gerade Tiefgang hatten und seltsame Charakterzüge eruhielten, die mich als Leser wiederum nervten.

Vielleicht kann eine Mutter diese Parts besser verstehen, ich kann es nicht sagen. Ich jedenfalls hatte damit Probleme und konnte es einfach nicht nachvollziehen.

Aber kommen wir mal zu den Amokläufern in dem Buch. Wir erfahren auch durch ihre Perspektive wie sie vorgehen und ein Grund ihres Handelns wird angedeutet. Leider kam ihre Sichtweise viel zu kurz. Das Buch hat ja nicht viele Seiten, ich hätte mir gewünscht, mehr über ihre Gründe zu erfahren.


fazitInsgesamt konnte mich Nachtwild leider nicht überzeugen. Das Buch hat Potential, das wurde aber leider nicht ausgeschöpft. Durch zu viele Gedankengänge und unglaubwürdiges Handeln wurde der Geschichte die Fahrt genommen. Schade.


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2 Kommentare zu „Rezension – Nachtwild – Gin Phillips

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