Rezension – Wieso? Weshalb? Vegan! – Hilal Sezgin

Titel: Wieso? Weshalb? Vegan!
Autor: Hilal Sezgin
Verlag: Fischer Verlag
Seitenanzahl: 302
ISBN: 978-3-7335-0228-7

 

 

 


vordembuchWie ihr vielleicht wisst, bin ich schon seit vielen Jahre Vegetarierin. Nun wollte ich auch den letzten Schritt wagen und mich komplett vegan ernähren. Auf vegane Kleidung etc. habe ich davor auch schon geachtet. Da es da einiges zu beachten gibt und viele tierische Stoffe auch oft in Nahrung und Dingen versteckt sind, wollte ich ein Buch über das vegane Leben lesen.

 


klappentextViele Leute halten Veganer für Spinner. Schließlich haben die Menschen schon seit Ewigkeiten Fleisch gegessen, Milch getrunken und Lederschuhe getragen. Warum sollte man also plötzlich damit aufhören? Doch es gibt viele gute Gründe, heute vegan zu leben. Massentierhaltung, Umweltzerstörung oder der Klimawandel zum Beispiel. Doch vor allem haben auch Tiere das Recht auf ein Leben in Freiheit und Würde!

Ein Buch, das Herz und Augen öffnet: informativ, spannend und mit viel Humor!


meinemeinungZu allererst möchte ich anmerken, dass dieses Buch auch vegan gedruckt wurde. Vegan gedruckt, fragt ihr euch? Ja, auch die allermeisten Bücher sind nicht vegan. Oft werden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Gelantine eingesetzt. Oder die Stoffe wurden an Tieren getestet. Wenn euch das interessiert, könnt ihr hier mehr darüber erfahren.
Auf jeden Fall freut es mich, dass auf eine vegane Herstellung geachtet wurde, besonders bei diesem Thema!

Das Buch ist in viele Kapitel und jeweils sehr viele Themen unterteilt. Der Themenbereich reicht von den Tricks der Menschen das Tierleid zu verdrängen, über die Ethik, Massentierhaltung, das Unheil der Zoos, warum Fleischessen nicht natürlich ist, Tierversuche, Klimawandel und und und. Es wird wirklich so viel angesprochen. Am Ende gibt es nochmals Tipps zum Vegansein, auf welche Nährstoffe man achten sollte und wie man sich am Besten ernähren sollte. Vieles das angesprochen wurde, wusste ich schon. Aber es gibt auch vieles, von dem ich nun zum Ersten mal gehört habe. Besonders viel Neues habe ich über das Klima und besonders den Regenwald gelernt.

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Da das Buch für Jugendliche gedacht ist, wurde alles sehr einfach und verständlich erklärt. Bestimmte Begriffe werden nochmals erläutert. Was ich auch toll finde, ist, dass der Leser zu nichts gedrängt wird. In keinem Satz wird einem ein schlechtes Gewissen eingeredet, da man nun doch jahrelang Milch getrunken hat. Im ersten Kapitel erklärt Sezgin auch, wieso die Menschen es oftmals nicht schlimm findet, Fleisch zu essen. Auch wird erläutert, wie die Fleischproduzenten dazu beitragen, dass Tiere töten, als „normal“ und nicht grauenvoll angesehen wird.
Wir wissen ja alle, dass Massentierhaltung schrecklich ist. Und auch die schlimmen Einzelheiten spricht die Autorin an. Zuvor gibt es aber eine „Warnung“ für diejenigen, die so etwas nicht lesen können, oder wollen. Sezgin lässt nichts aus und sagt, was Sache ist.
Oftmals spricht Sezgin auch von ihren eigenen Erfahrungen, was das Buch auch sehr persönlich macht. Außerdem ist sie mit Herzen bei der Sache, das merkt man sofort. Und mit viel Witz und Charme bringt sie dem Leser das Thema näher. Auch Graphiken und Bilder unterstreichen nochmals ihre Worte.

Toll finde ich auch, dass Sezgin nicht nur den Aspekt der Tiere anspricht, sondern auch das Klima, die Umwelt und den Regenwald. Denn das Vegansein kann auch in diesen Bereichen helfen und die Erde schützen.

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Sezgin regt den Leser aber auf jeden Fall zum Nachdenken an. Ich denke, dass nicht jeder Leser nach diesem Buch sofort zum Veganer wird. Für viele wird es immer unverständlich bleiben. Aber vielleicht denkt er mehr darüber nach und kauft das nächste Mal beim Bauern um die Ecke ein und reduziert den Fleischkonsum. Schon allein das kann etwas bewirken. Im Klappentext heißt es ja so schön: „Viele Leute halten Veganer für Spinner“. Ich denke, dass das nach dem Lesen nicht mehr so ist.
Auf dem Foto könnt ihr auch sehen, wie viele Stellen ich markiert habe, da sie mir so gut gefallen habe.

Am Ende des Buch werden nochmals ganz viele Links, Bücher und Videos aufgezählt, mit denen man sich noch mehr Informationen zu einzelnen Aspekten suchen kann.


FAZITIch kann Wieso? Weshalb? Vegan! wirklich jedem empfehlen. Nicht nur den Jugendlichen oder Veganern. Das Buch erklärt einfach und verständlich, wieso der Mensch mehr auf seine Umwelt und das Leid der Tiere achten sollte. Das Buch regt zum Nachdenken an und vielleicht kann es helfen, den Menschen klar zu machen, dass Tiere empfindungsfähig sind und wir sie nicht mehr leiden lassen sollten.

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13 Kommentare zu „Rezension – Wieso? Weshalb? Vegan! – Hilal Sezgin

  1. Ich moechte es auf jeden Fall lesen,um die ganze Thematik zu verstehen.Man ist nie zu alt ,um neue Wege zu gehen.Habe ich mal gelesen!!!
    Lb Gruesse Oma

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  2. Liebe Charline!

    Ich finde es super, dass du das durchziehst. Ich lebe vegetarisch, und habe mich noch nicht wirklich mit Vegan leben beschäftigt. Ich finde es toll, dass du nicht nur auf die Ernährung achtest, sondern auch auf Kleidung etc.

    Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass man sich die Nährstoffe dann wo anders herholt. Also statt aus dem Fleisch zum Beispiel aus Hülsenfrüchten, wenn man an das Eiweiß denkt.
    Ja, Tierleid ist eine große Sache, aber man kann eben noch viel mehr damit bewirken: Verkehr, Konsumverhalten und das, was wir essen, haben den größten Einfluss auf unseren CO2-Ausstoß. Ich fahre zum Beispiel nur öffentlich, und es war bisher nie ein Problem. Sicher, ich werde den Führerschein sicher einmal brauchen, aber solange ich noch Studentin bin, brauche ich ihn eh nicht.
    Ich habe mal gehört, dass, wenn alle US-Amerikaner vegan leben würden, wir keinen Klimawandel hätten. Das werden wir zwar nicht hinbekommen, aber wir können die Leute ja auf der ganzen Welt verteilen. Übrigens, in Indien leben fast alle Menschen vegetarisch, das ist dort ganz normal:) Und irgendwie auch gut, wenn man bedenkt, wie viele Menschen dort leben.

    Liebe Grüße,
    Valerie

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  3. Huhu!
    Veganismus ist ne tolle Sache. Genauso wie Vegetarismus etc. Tierschutz usw.
    Das Thema an sich, bzw. diese Fronten, die oftmals zwischen Veganern und „Fleischfressern“ entstehen und sich oftmals auch verhärten, finde ich persönlich sau anstrengend. Ich sehe den Veganismus als eigene Ernährungsweise an, die man haben kann oder auch nicht. Jedem das seine.

    Wo ich zugegeben langsam müde & genervt werde, ist der Punkt, wenn Veganer sehr radikal Fleischfresser umzupolen versuchen. Das hat bei mir aktiv noch niemand versucht. Aber mein Freund hat z. B. eine Kollegin, die extrem empfindlich ist. Sie selbst lebt auch vegan. Und sie argumentiert sehr radikal, urteilt sehr radikal und ehrlich gesagt nervt das dann ungemein. Sie hat uns zu Weihnachten sogar einfach nur ein Buch mit dem Titel „Anständig essen“ geschenkt. Eh. Bei so Wertungen bin ich da mittlerweile auch sehr empfindlich…. Args. Was ich aber eigentlich sagen will:

    Dennoch bin ich dem Thema sehr aufgeschlossen und ich denke, ich werde mir dein Buch mal auf die Wunschliste packen. Denn mehr Hintergrundinfos sind nie verkehrt. Vor allem wenn es einfach und leicht nebenher zu lesen ist.^^

    Liebe Grüße
    Rebecca

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    1. Liebe Rebecca!
      Das kann ich total verstehen 🙂 Ich kann es auch nicht leiden, wenn jemand so von seiner Meinung überzeugt ist und sie anderen aufdrängen möchte. Ist mir auch schon passiert.
      Und dieses „Geschenk“ ist ja echt so daneben! Klar wäre ich froh, wenn niemand mehr Fleisch essen würde. Aber jeder sollte auch essen dürfen, was er möchte. Mein Freund ist auch „Fleischesser“ und das ist eben so. Solange auch akzeptiert wird, dass ich es nun mal nicht essen möchte. Ich möchte sicherlich niemanden umpolen. Meist entstehen diese Konflikte auch, weil immer gefragt wird, warum man vegan ist. Und dann geht die Diskussion los 😀 Wird auch im Buch angesprochen ;).
      Und ich finde es toll, wenn jemand so aufgeschlossen ist wie du und sich trotzdem informieren möchte!
      Wie gesagt, es muss nicht jeder vegan werden, aber man sollte auch nicht verdrängen, was hinter den Kulissen passiert:)

      Liebe Grüße
      Charline

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      1. Vollkommen richtig!
        Ich halte mir den Weg offen. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen vegan zu leben, aber wer weiß, was in 5 Jahren ist? Ich probier es hin und wieder in Rezepten aus, weil ich es ungemein spannend finde, wie sich evtl Geschmack, Konsistenz etc durch Ersatzprodukte verändern. Und manch vegane Süßigkeit (iChoc 😋) ist da sogar irgendwie bei mir ein Topprodukt!

        Ich find es im Groben und Ganzen einfach unglaublich schade, dass viele Veganer sich noch immer rechtfertigen müssen. Aber genauso Fleischesser. Es gibt auf beiden Seiten furchtbar radikale Menschen, die dem jeweils anderen Ufer ihre Ernährung aufdrücken wollen, indem sie die andere runtermachen. Vollkommen falscher Ansatz. Wenn sich mehr Toleranz für die anderen Parteien aufbauen würde und eine gesunde Neugierde für die Ernährungsweisen des anderen da sind, kann man das sicher friedlicher und respektvoller klären.

        Huch.. schon wieder so viel geschrieben. Haha! 🙈

        Schönen Abend noch!

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  4. Halli hallo!

    Ich lese nicht so viele Sachbücher, bin nicht vegan und auch kein Vegetarier. Aber ich interessiere mich dennoch für diese Bücher. Ich koche sehr gerne und das auch bunt gemischt. Ich hab auch schon vegane Plätzchen gemacht, die MEGA-lecker waren! 😀 Deine Rezi zum Buch hat mich neugierig gemacht. Ich folge Hila schon lange auf Facebook und ich denke, jetzt wird es Zeit, mir dieses Buch mal zuzulegen. Es gefällt mir, dass es einfach erklärt und vielfältig in der Themenwahl ist. Mag so missioniersvesuche nämlich auch nicht. Versuche aber mein Verhalten so gut es geht zu verändern und hoffe, eines Tages es evtl auch zu schaffen, vegan zu leben. Wenn nicht das, dann mindestens vegetarisch mit veganen Einschlägen.

    GlG vom monerl
    #litnetzwerk

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    1. Hey,

      es freut mich, dass du dich für dieses Buch interessiert. Ich kann es wirklich empfehlen, da es nicht drängend wirkt und niemanden ein schlechtes Gewissen eingeredet wird. Und man muss ja nicht sofort vegan leben. Es reicht ja erstmal, wenn man mehr darüber nachdenkt und Schritt für Schritt den Weg geht. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und finde es super, dass du es probieren möchtest 🙂

      Liebe Grüße
      Charline

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