Rezension – Pretty Girls – Karin Slaughter

Titel: Pretty Girls
Autor: Karin Slaughter
Verlag: Harper Collins Germany
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-95967-007-4

Gewonnen bei: wasliestdu.de Vielen Dank!


Cover

Leider gefällt mir das Cover nicht sehr. Wie schon einmal erwähnt, bin ich nicht der Fan von „Gesichter“covern.


 

Inhalt

Im Jahre 1991 verschwindet die 19-Jährige Julia und taucht nie wieder auf. Die Ermittlungen der Polizei bringen nichts hervor und auch eine Leiche wird nie gefunden. Zurück bleiben verzweifelte Eltern und ihre Schwestern Claire und Lydia, welche sich immer fragen werden, was mit ihrer Julia passiert ist.

Vierundzwanzig Jahre später ist die einst harmonische Familie getrennt. Claire hat ihre Schwester von sich gestoßen. Und dann verliert sie auch noch ihren Mann. Während in ihrem Land Frauen verschwinden und gefoltert und ermordet wieder auftauchen, erkennt sie, dass ihr Mann nicht der war, den sie glaubte zu kennen. Immer grausamere Details werden aufgedeckt. Verstörende und grausige Filme findet sie auf seinem Computer. Aber was hatte Paul damit zu tun? Claire macht sich auf den Weg, um die Wahrheit herauszufinden und gerät selbst in große Gefahr…



Meine Meinung

Ich habe schon viele Bücher von Karin Slaughter gelesen und sie ist auch eine meiner Lieblingsautorinnen. Und auch mit diesem Buch hat sie mich nicht enttäuscht. Wie es immer bei ihren Bücher ist, es wird der tiefste menschliche Abgrund aufgezeigt. Folter und Mord stehen im Vordergrund. Karin Slaughters Buch deckt auf, zu welchen grausamen Taten ein verstörter Mensch fähig sein kann und lässt die Adern des Lesers gefrieren. Auch ich musste mal wieder beim Lesen wegen Beschreibungen von Folter und Mord kurz inne halten. Aber das ist das, was mich an ihren Büchern so fasziniert. Mein Freund kann nicht verstehen, wieso ich mir solche Bücher mal wieder antue, aber ich liebe die Spannung bei diesen Büchern! Ich brauche diesen Nervenkitzel.
Karin Slaughters Bücher sind definitiv nichts für zartbesaitete Leser.

Pretty Girls hat mich beim ersten Aufklappen überrascht. Der Zeilenabstand ist sehr gering und die Schrift ist auch nicht sehr groß. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, das ich nicht weiterkomme, da ich so lange für eine Seite brauchte. Aber daran habe ich mich schnell gewöhnt.
Und wieder hat mich Slaughters Schreibstil sofort in den Bann gezogen. Ich mag diesen sehr. Es werden auch öfters mal Nebensächlichkeiten erwähnt. Jedoch ist das Buch sehr flüssig zu lesen. Es kommen auch Momente auf, wo man einfach mal lachen muss. Manche Dialoge sind mir immer noch im Gedächtnis geblieben.

Das Buch besteht aus mehreren Kapiteln und aus mehreren Sichten. Einmal der Sicht von Claire und Lydia und dann noch von dem Vater Sam.
Sie alle trauern um Julia und diese Trauer bringt Slaughter sehr gut herüber, ich konnte den Schmerz und die Verzweiflung spüren! Durch die verschiedenen Sichten erfährt man immer neue Details und Stück für Stück wird das Geheimnis gelüftet.

Die Charaktere gefielen mir auch sofort. Besonders Claire war mir sehr sympathisch und ich bangte mit ihr mit. Lydia war mir zunächst suspekt, aber von Seite zu Seite konnte auch sie mich überzeugen. Besonders gefällt mir an den Charakteren, dass sie Tiefe besitzen und auch Veränderungen im Laufe der Zeit zeigen.

Das Buch hat mich einerseits durch den Schreibstil, andererseits aber auch durch die vielen Wendungen in den Bann gezogen. Es passiert so viel und nie das, mit dem ich gerechnet hatte. Man denkt, man weiß was passiert, aber dann baut Slaughter eine ganz andere Handlung ein. Denn sie weiß, wie man den Leser erschrecken kann. Auch das liebe ich an ihren Büchern, Karin Slaughter kann mit die besten Thriller schreiben und schreckt vor nichts zurück!

Aber ich muss zugeben, dass ich schon bessere Bücher von ihr gelesen habe und ich deswegen einfach mehr erwartet habe. Mehr „Nein das kann nicht sein“ und mehr „ Wie macht sie das?!“. Ich hatte mir noch eine große Wende zum Schluss gewünscht, die aber nicht mehr aufkam.


 

Fazit

Dieses Buch ein düsterer Pageturner, der sehr raffiniert geschrieben ist und den Leser nicht mehr loslässt. Man wird schockiert, man fiebert mit und trauert. Ab und zu muss man sogar schmunzeln.
Da ich aber leider nicht so fasziniert war wie von manch anderen ihrer Bücher vergebe ich

4,5 von 5 Sternenbrisen

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2 Kommentare zu „Rezension – Pretty Girls – Karin Slaughter

  1. Hat dies auf Buchkatze rebloggt und kommentierte:
    Die Grant-County Reihe von Karin Slaughter hat mir sehr gut gefallen. Will-Trent konnte mich leider nur mittelmäßig unterhalten. Um Pretty Girls schleiche ich schon eine Weile herum, bin aber noch unschlüssig, ob ich dem Buch eine Chance gebe…

    Gefällt 1 Person

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