Rezension – Von der Wahrscheinlichkeit, dass es dich nicht gibt – Francesca Zappia

Heute möchte ich euch mit Von der Wahrscheinlichkeit, dass es dich nicht gibt ein ganz besonderes Buch vorstellen.


kalppentextEs gibt keine Gewissheit …

Alex hört Stimmen, spricht mit Gegenständen und manchmal auch mit Hummern. Als sie neu an die Schule kommt, zählt für sie nur eines: den Abschluss zu schaffen und an einem guten College angenommen zu werden, ohne dass jemand merkt, was mit ihr los ist. Doch dann begegnet sie Miles – und ist geschockt, denn seine blauen Augen erinnern sie an eine Begebenheit aus ihrer Kindheit, die sie für eine Halluzination hielt. Ist Miles der Junge, dem Alex als Kind im Supermarkt begegnete? Mit dem sie gemeinsam Hummer aus einem Aquarium befreite? Und ist es wahr, dass Schuldirektor McCoy einen Mord an ihm plant? Oder hat sie sich ihn und das alles nur ausgedacht?

Quelle: dtv


meinemeinungTriggerwarnung: In dem Buch geht es um Schizophrenie. Da ich mich nicht gut mit dieser Krankheit auskenne, kann ich nichts dazu sagen, ob sie wirklichkeitsgetreu dargestellt wurde. 

Auch wenn eine Krankheit, die Schizophrenie, ein wichtiges Detail des Buches ist, kann man das Buch meiner Meinung nach nicht der Sick Lit, also Bücher, die sich um Krankheiten und dem Tod drehen, zuordnen. Alex leidet keine Qualen, sie kommt gut zurecht. Doch es gibt auch Szenen, wo es ihr schlechter geht.

Ich lese selten Bücher, die sich um Krankheiten drehen, doch dieses Buch hat mich mit seinem Klappentext gleich neugierig gemacht. Denn ich lese gerne Bücher, bei denen man sich nicht sicher sein kann, was Fantasie und was Realität ist. Mit dem Aspekt der Schizophrenie ist dies natürlich nochmal eine andere Stufe. Sie halluziniert, denkt aber, dass alles real ist, was sie sieht. Sie kann sich nie sicher sein und fotografiert deshalb alles, was ihr verdächtig vorkommt.

Das Buch ist aus Alex Perspektive geschrieben und da sie selbst nicht erkennen kann, was real ist und was nicht, wird meist angenommen, dass alles real ist. Als Leser kann man aus diesem Grund meist nur grübeln oder nimmt es als wahr hin. Demnach gibt es auch einige Überraschungen und Wendungen, wenn dem dann doch nicht so ist.

Das Buch habe ich innerhalb weniger Tage gelesen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Alex weiter geht, was es mit den Hummern auf sich hat und wie sie sich durch die neue Schule schlägt. Alex muss sich aber nicht nur um das Bekanntwerden ihrer Schizophrenie Gedanken machen, sondern sie möchte auch Anschluss finden, herausfinden was es mit Miles auf sich hat und dann auch noch mit einem Freund ein Rätsel um eine alte Anzeigetafel lösen…

In dem Buch werden somit mehrere Aspekte vereint: Ein kleiner Krimi, die Schizophrenie, Coming of Age und Humor. Das alles wurde meiner Meinung nach wunderbar in dem Roman verpackt. Und das Buch war auch wirklich emotional. Besonders die Liebesgeschichte hat mich sehr gerührt. Sie ist aber nicht kitschig, sondern einfach schön. Aber auch wegen einiger anderer Punkte musste ich oft lächeln, manchmal wurde ich aber auch sehr traurig. Das Buch hat viele Gefühle in mir hervorgerufen.

Ich mochte die Protagonistin Alex sehr. Sie ist eine starke Persönlichkeit, trotz ihrer Krankheit. Sie musste einiges mitmachen, ist aber immer wieder aufgestanden und hat weiter gekämpft. Aber sie hat auch ihre tiefgründigen Seiten. Oft ist sie sarkastisch und frech, was das Lesen unterhaltsam gemacht hat. Aber auch ihre Freunde waren mir sehr sympathisch, wenn diese auch etwas oberflächlich bleiben.

An manchen Stellen war ich etwas überrascht, dass das Verhalten mancher Personen nicht schon gleich auffällig wurde und man dem nicht nachgegangen ist. Ich muss auch gestehen, dass ich manchmal etwas verwirrt war und Wendungen nicht ganz verstanden habe. Ich musste etwas grübeln, bevor es mir dann klar wurde.


fazitVon der Wahrscheinlichkeit, dass es dich nicht gibt ist ein sehr spannendes, aber auch emotionales Buch. Es überzeugt durch Wendungen, eine starke Protagonistin und viele Gefühle.


Titel: Von der Wahrscheinlichkeit, dass es dich nicht gibt
Autorin: Francesca Zappia
Verlag: dtv Junior
Aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Seitenanzahl: 384

 

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5 Kommentare zu „Rezension – Von der Wahrscheinlichkeit, dass es dich nicht gibt – Francesca Zappia

  1. Hallo mein Schatz,ich schaue jetzt erst einmal nach,was eine Protagonistin ist.Erst dann kann ich einen Kommentar schreiben.Auf jeden Fall hoert sich die Geschichte sehr lesenswert an.Aber alle Deine Rezensionen machen mich neugierig.Im Moment lese ich vonWilliam Paul Young,ich bin sehr beeindruckt davon.
    Liebe Grueese von OMA

  2. Hey Charlien,
    ich habe das Buch gestern erst beendet und mach mich noch meine Gedanken darüber, wie ich es empfand aber eins ist sicher. Es waren mir ein bisschen zu viele kuriose Charaktere. Die Schizophrenie fand ich sehr gut eingearbeitet und die Wendungen waren teilweise sehr überraschend! Da stimme ich dir zu aber auch die Verwirrungen kamen bei mir immer mal wieder. Das Buch war nicht ganz perfekt aber auf jeden Fall mal etwas anderes und interessant.
    Liebe Grüße
    Franzi

  3. Hallo Charline,

    ich habe das Buch vor kurzem fertig gelesen und beim Stöbern nach anderen Rezis hier bei dir gelandet. Ich fand die Geschichte toll und würde deine Leserstimme bei mir verlinken.

    Ich hoffe das ist in Ordnung für dich.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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