Rezension – One Of Us Is Lying – Karen M. McManus

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil es überall präsent war und sehr viel darüber berichtet wurde. Ich hatte sogar überlegt es auf englisch zu lesen, aber dann habe ich gehört, dass es übersetzt wurde und gewartet.


Titel: One Of Us Is Lying
Autorin: Maren M. McManus
Übersetzerin: Anja Galić
Verlag: cbj
Seitenanzahl: 448


kalppentextAn einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv…


meinemeinungJetzt nach dem Lesen des Buches kann ich gut verstehen, warum es so gehyped wurde. Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe, auf die ich noch näher eingehen werde.

Zu Beginn des Buches musste ich sehr an den Film „Breakfast Club“ denken. Auch dort müssen unterschiedliche Schüler nachsitzen und im Laufe des Films lernt man sie besser kennen und erkennt, dass auch sie alle Probleme haben und sie nicht so sind, wie sie scheinen. Dieses Konzept wird auch in One Of Us Is Lying angewandt, aber ganz anders.

 

Denn hier stirbt einer der Schüler während des Nachsitzens, Simon, und die Polizei geht davon aus, dass einer der anderen Nachsitzenden Simon umgebracht hat.
Das Buch ist aus vier Perspektiven, also jenen der anderen Schüler, geschrieben und wir erhalten Einblicke in ihr Leben und ihre Geheimnisse. Denn Simon hatte eine App herausgebracht, in der er Geheimnisse der gesamten Schülerschaft preisgibt. Und die vier Nachsitzenden hatten alle eins, das niemals ans Licht kommen sollte. Wollten sie Simon also daran hindern und haben ihn getötet?

Die vier Protagonisten des Buches sind sehr klischeehaft. Und wenn ich „sehr“ sage, meine ich, dass sie fast zu 100 % dem Klischee entsprechen. Genau wie in dem Film „Breakfast Club“. Wir haben den Badboy Nate auf dem Motorrad, der Drogen vertickt. Seine Mutter ist nicht mehr da und sein Vater ist ein Alkoholiker. Dann ist da das blonde, wunderschöne Prinzesschen und It Girl Addy, das ihrem Freund gehörig ist. Ihre Mutter kann selbst nicht erwachsen werden und sie möchte, dass ihr Kind sich einen reichen Freund sucht, denn das macht man als Frau so. Auch nicht fehlen darf das Strebermädchen Bronwyn, das an die Elite-Uni will. Und zum Schluss der Sportler Cooper mit strengen Eltern. Sein Vater möchte, dass er sich einzig allein auf den Sport konzentriert, was er will ist ihm egal. So scheinen sie zunächst…

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Und sie alle haben ein Geheimnis, manche werden früher aufgedeckt, andere werden als Plottwist genutzt. Ich konnte mir die meisten Wendungen schon denken und wurde nicht sehr überrascht. Was ich aber mochte, war, dass die Geheimnisse (meist) aufzeigen, dass die Schüler gar nicht so sind, wie sie sich geben. Der Schein kann trügen. Außerdem wurde den Charakteren eine Hintergrundgeschichte mitgegeben, sodass sie trotz Klischees gar nicht so oberflächlich wirken. Sie wurden mir beim Lesen sympathisch und ich konnte richtig mit ihnen mitfiebern. Auch wenn es hier um einen Mord und das Mysterium darum geht, fehlt auch keine Liebesgeschichte. Diese fand ich sehr angenehm zu lesen, denn sie wirkte nicht so, als ob sie in die Story reingequetscht wurde. Sie hatte genügend Raum, sich zu entfalten.

Ja, der Mord an sich nimmt eher einen kleineren Part ein, als ich gedacht habe. Es geht in dem Buch auch viel um Charakterentwicklung, den Blick hinter die Fassade und das Erwachsenwerden. Aber das hatte mich komischerweise doch nicht gestört, da ich die Charaktere sehr mochte. Was ich mir aber gewünscht hätte, wären am Ende ein paar mehr Worte zu der Auflösung des Rätsels um Simons Tod. Diese an sich hätte gerne mehr Seiten einnehmen können, wenn das Thema schon so in den Hintergrund gerückt wurde.

Also ihr seht, das Buch trieft vor Klischees. Aber irgendwie hat mich das nicht allzu sehr gestört. Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen und mitzuraten. Wer ist schuldig und hat Simon getötet? Im Laufe der Geschichte gibt es ein paar Wendungen und Überraschungen, aber dennoch konnte mich das Ende nicht allzu sehr erstaunen. Es scheint etwas weit hergeholt, ich hatte aber damit gerechnet. Im Epilog wird nochmal auf zwei Charaktere eingegangen, was ich schade fand. Die eine Person wurde mir dadurch doch nochmal unsympathisch und das Drama hätte einfach nicht sein müssen.


fazitEine Highschool Geschichte voller Klischees, die aber dennoch mit Spannung, Charakterentwicklungen und Wendungen überzeugen kann und zum Miträtseln anregt. Ich kann One Of Us Is Lying jedem empfehlen, der gerne Mysterygeschichten liest.


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6 Kommentare zu „Rezension – One Of Us Is Lying – Karen M. McManus

  1. Ich will das Buch schon seit gefühlten Ewigkeiten lesen. Klingt ja ein wenig nach PLL. Ich finde Klischees immer in Ordnung, wenn sie gut genutzt und mit ihnen gespielt wird. Vielleicht werde ich es mir nun doch endlich mal kaufen. :)

Ich freue mich über einen Kommentar!

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