Rezension – Angelfall – Am Ende der Welt – Susan Ee

Titel: Angelfall – Am Ende der Welt
Autorin: Susan Ee
Verlag: Heyne
Aus dem Amerikanischen von Sonja Rebernik-Heidegger 
Seitenanzahl: 432
Preis: € 9,99 [D] € 10,30 [A]
ISBN: 978-3-453-31909-7

Band 3 von 3


Ich danke dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!


kalppentextDer Rachedurst der Engel ist grenzenlos, und ein Krieg zwischen Engeln und Menschen scheint unausweichlich. Allianzen verschieben sich, Freunde werden zu Feinden und Feinde zu Verbündeten. In dieser Zeit der Unsicherheit müssen Penryn und Raffe – das Menschenmädchen und der gefallene Engel – die, die ihnen am Nächsten stehen, vor dem Untergang retten. Doch können sie dabei auch ihre Liebe zueinander bewahren?


meinemeinungNachdem ich Band 1 und 2 der Reihe gelesen und sehr gemocht habe, habe ich natürlich sehnlichst auf Band 3 gewartet und mich gefreut, als ich ihn endlich in den Händen hielt. Innerhalb weniger Tage habe ich dieses Buch dann auch gelesen. Ob es mich wieder überzeugen konnte? Nicht so wirklich.

Eins muss ich Susan Ee lassen. Sie schafft es wirklich, die düstere apokalyptische Stimmung zu vermitteln. Nichts wird hier beschönigt, alles wird im Detail genannt. So brutal es auch ist. Und das liebe ich an diesen Büchern. Die leergefegten Straßen, die ausgeräumten Kaufhäuser und die ängstlichen Menschen, ich konnte mir alles genau vorstellen. Und für diese Stimmung liebe ich die Reihe einfach sehr, denn ich finde es spannend sich vorzustellen, wie man in so einer Zeit versuchen würde zu überleben. Dank The Walking Dead habe ich mir sowieso schon einen Plan zurechtgelegt, falls die Zombies (oder hier Engel) die Erde besiedeln.

Leider habe ich wirklich lange gebraucht, um wieder in die Geschichte zu finden. An die Charaktere konnte ich mich gut erinnern, aber nicht an die letzten Geschehnisse aus Band 2. Man wird mitten rein geworfen ohne einen kurzen Rückblick. Dadurch hatte mir das Lesen zu beginn nicht allzu viel Spaß gemacht. Doch als ich wieder in der Geschichte war, habe dem Geschehen bis auf ein paar Ausnahmen wieder sehr gerne verfolgt. Wir reisen mit Penryn viel, treffen Feinde und alte Freunde wieder und versuchen irgendwie einen Lösung zu finden, um die Welt zu retten.
Ich liebe diese gruseligen Wesen, die die Autorin eingebaut hat (sie setzte in dem Band noch einen drauf!) und die Boshaftigkeit der Engel. Denn es gibt wieder einige Überraschungen, die ich so nicht erwartet hatte und die sehr dramatisch sind. Außerdem wird es sehr actionreich durch viele Kämpfe, viele Tote, viel Hoffnung und Trauer.

Was mich am meisten gestört hat, war die Beziehung zwischen Raffe und Penryn. Wie oft haben sie sich (für immer) verabschiedet und sich dann doch wieder gesehen? Ich habe nicht mehr mitgezählt. Dann machen sie sich Penryn andauernd Gedanken darüber, ob Raffe sie liebt. Und Raffe will sich von ihr fern halten, aber trägt(!) sie überall hin. Irgendwann sind sie in einer Art Hölle, werden gejagt und haben nichts besseres zu tun, als zu knutschen. Natürlich. Penryn verhält sich hier sehr wie ein Teenager, die ihrem Schwarm hinterher schmachtet.

Außerdem ist Penryn eigentlich eine starke Persönlichkeit. An sich ist sie mir auch sympathisch, aber hier hat sie mich wirklich genervt. Sie hat immer das gemacht, was Raffe ihr gesagt hat, anstatt mal ihren Willen durchzusetzen. Außerdem konnte ich einige ihrer Handlungen nicht nachvollziehen und habe mich nur gefragt: WARUM TUST DU DAS?! Insgesamt war ich immer froh, als Raffe mal für ein paar Seiten nicht bei Penryn war. Aber dann hat sie natürlich nur an ihn gedacht. Diese Beziehung hat mir den Lesespaß sehr vermiest. Die Liebesgeschichte wirkte so erzwungen und hat drei Teile gebraucht, um mal voranzukommen.

Schlussendlich kann ich aber sagen, dass ich mit dem Ende zufrieden bin. Es war zwar seltsam und überhaupt nicht glaubhaft, aber ganz schön zu lesen. Die wichtigsten Fragen wurden für mich geklärt und ich konnte glücklich das Buch zu den anderen Teilen stellen. Ich bin nicht traurig, diese Welt zu verlassen, schaue aber glücklich auf die Zeit mit den Büchern zurück.


fazitIch kann die Anfelfall Trilogie an sich sehr empfehlen, auch wenn mich Band 3 nicht vollkommen überzeugt hat. Vor allem wegen der oben genannten düsteren Atmosphäre liebe ich die Bücher. Die Liebesgeschichte empfinde ich aber einfach als nervend. Dennoch hat mir die Reihe sehr gefallen und ich bin froh, sie gelesen zu haben.


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3 Kommentare zu „Rezension – Angelfall – Am Ende der Welt – Susan Ee

  1. Hi Charline :)
    es ist zwar schon eine Weile her, dass ich die Bücher gelesen habe, aber ich fand sie damals richtig gut. Wie dir hat mir die Stimmung und wie sie rübergebracht wird besonders gut gefallen. Band 3 fand ich auch ziemlich gut, auch wenn er der schwächste war. Ich hoffe aber wirklich, dass die Autorin irgendwann noch eine Reihe schreibt.
    Liebe Grüße,
    Katja

  2. Hey Charline,
    ich hatte ein ähnliches Leseerlebnis mit diesem Band, kann also deine Meinung sehr gut nachvollziehen. Wie du bin ich nicht traurig, die Reihe jetzt hinter mir zu lassen.
    Danke außerdem für die Verlinkung! :)
    Liebe Grüße,
    Henrike

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