Rezension – Die Spur der Bücher – Kai Meyer

Titel: Die Spur der Bücher
Autor: Kai Meyer
Verlag: Fischer FJB
Seitenanzahl: 442
ISBN: 978-3-8414-4005-1
Preis: 19,99 € [D], 20,60 € [A]
Zum Buch: *Amazon

Ich danke dem Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar!


kalppentextEin magischer Detektivroman im viktorianischen London

Eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.
Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt.


meinemeinungDas ist meine erste Rezension nach drei Monaten und ich hoffe, dass ich schnell wieder rein komme. Es war schon eine lange Zeit und ich bin etwas aus der Übung.

Die Spur der Bücher ist die Vorgeschichte zur Die Seiten der Welt-Reihe von Kai Meyer. Diese Reihe habe ich damals sehr gerne gelesen und umso mehr habe ich mich auf Die Spur der Bücher gefreut.

Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und ich finde, dass dieses Zeitalter gut dargestellt und in die Geschichte eingebaut wurde. Es wird über die Unterdrückung der Frauen und der „niederen Literatur“ gesprochen. Gereist wird per Kutsche und Nachrichten werden per Brief verschickt. Ich lese an sich nicht gerne historische Literatur, aber im Fantasybereich macht es mir oft doch Spaß. Und London ist sowieso eine meiner Lieblingsstädte.

Geschrieben ist das Buch mal nicht in der Ich-Perspektive, sondern der personalen Perspektive, was ich als erfrischend empfand. Dennoch ist mir die Ich-Perspektive lieber.

Zu Beginn kam ich sehr gut in die Geschichte rein und konnte mich sofort mit der Protagonistin Mercy anfreunden. Sie ist tough, frech und mir war sie sehr sympathisch. Das erste Kapitel war schon sehr spannend und dramatisch, was ich super fand. So wollte ich sofort weiterlesen, um zu erfahren, was danach passiert. Der Mittelteil hat mir auch sehr gut gefallen. Es werden weitere Charaktere eingeführt, die einem auf falsche Fährten führen. Bis zum Ende konnte ich nicht erahnen, wer der wirkliche Bösewicht ist und wie alle Fäden am Ende zusammen geknüpft werden. Ich wurde dank vieler Wendungen überrascht und das liebe ich! Da kann ich Kai Meyer nur loben. Er hat es wirklich geschafft, mich ungläubig da sitzen zu lassen. Und ich muss wieder betonen, wie gerne ich seine Bücher lese. Der Humor kommt nicht zu kurz und ich musste oft über Mercys schnippische Art lachen. Außerdem ist der Autor einfach sehr kreativ und kommt auf die abstrusesten Ideen.

Toll fand ich auch, dass die Geschichte nicht von einer Liebesgeschichte eingenommen wird. Diese spielt eher eine Nebenrolle, denn die Spannung und einige Rätsel stehen im Vordergrund. Es wird wirkliche Detektivarbeit geleistet, die durch eine überraschende, ich nenne es mal Vorkommnisse, gehindert wird.

Weiterhin mochte ich den Aspekt der Bibliomantik wieder sehr. Diese Art von Magie finde ich einfach wunderschön. Es wurden einige magische Objekte beschrieben, die ich auch gerne in meinem Leben hätte. Ich liebe die Welt der Bibliomantik und versinke gerne in ihr. Es ist bewundernswert, was die Bibliomantik alles erreichen kann. Man spürt die Leidenschaft durch die Seiten. Die Charaktere lieben Bücher! Sie verehren sie und dafür liebe ich diese Welt.

Doch ich war nicht nur begeistert. Ich empfand den letzten Teil des Buches als sehr langatmig und habe das Buch oft zur Seite gelegt. Ich mag keine Kampfszenen. Nun ja, sie müssen für mich kurz sein und die Geschichte irgendwie vorantreiben. Jedenfalls habe ich am Ende ein paar Seiten überblättert, da sie für die Geschichte an sich nicht wichtig waren. Es wurde nur ein Kampf beschrieben und ja, ich fand das langweilig. Viele mögen das natürlich.


fazitDie Spur der Bücher entführt den Leser wieder in die wundervolle Welt der Bibliomantik. Es wird spannend, magisch und überraschend. Wenn ihr Die Seiten der Welt mochtet, dann empfehle ich euch auch Die Spur der Bücher!


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13 Kommentare zu „Rezension – Die Spur der Bücher – Kai Meyer

    1. Oh, unbedingt! Bei Kai Meyer wirst du Reihenweise unterschiedliche Meinungen hören. Ich selbst habe mit „Die fließende Königin“ angefangen, welches in Venedig spielt, würde dir aber sofort und ohne Umschweife „Seide und Schwert“ empfehlen, welches ich über alles liebe. 😀
      Nur mein kleiner Input. 🙂
      LG, m

      Gefällt 2 Personen

    2. Hallo Denise,

      ich selbst habe bisher nur die Trilogie „Seiten der Welt“ gelesen und jetzt dieses Buch. Da würde ich empfehlen, erst die Seiten der Welt zu lesen 🙂
      Der Autor hat aber sehr viele Bücher gelesen, die jetzt auch alle auf meiner Wunschliste stehen 😀

      Liebe Grüße
      Charline

      Gefällt 1 Person

  1. Hallo, Brise!
    Ich mochte ja „Die Seiten der Welt“ nicht soooo gerne, aber das hier klingt dann doch irgendwie wieder interessant. Vielleicht sollte ich es mal mit diesem Buch probieren. Hab ich Probleme mit diesem Buch, wenn ich die Reihe nicht beendet habe? Nicht oder?
    LG, m

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich habe es heute beendet und empfinde vieles so wie du, und dann doch wieder ganz anders!
    Lustigerweise war es bei mir genau andersrum und ich mochte den letzten Teil am liebsten, die ersten zweihundert Seiten waren für mich eher nicht so spannend. Am liebsten mochte ich Mercy und Cedric, am besten zu zweit haha, vielleicht bahnt sich da etwas an? Den „wahren Bösewicht“ hatte ich schon relativ früh in Verdacht, obwohl ich mir nicht sicher wie weit er darin verstrickt ist. Ich fand dafür den Twist mit Malahide und seiner Verwandlung richtig gut!
    Naja, Rezi kommt dann morgen!
    Lg Moana

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