Der Bücherwurm in der Buchhandlung

Hallo ihr Lieben,

momentan bin ich sehr gestresst, es steht so viel Neues an und es muss so viel geklärt werden! Aus diesem Grund komme ich auch nicht viel zum Bloggen und Lesen. Heute habe ich einfach mal eine kleine Geschichte für euch aufgeschrieben. Es ist nichts besonderes, aber es hat Spaß gemacht. Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende mit tollen Büchern!


Es ist ein schöner sonniger Tag und der Bücherwurm macht sich auf den Weg in die Stadt, um ein paar Dinge zu besorgen. Ein neues T-Shirt, eine Sonnenbrille, was man für die warmen Tage halt so braucht.

Auf dem Weg zu dem einem Kleidungsgeschäft befindet sich eine Buchhandlung. Der Bücherwurm nimmt sich fest vor, sie nicht zu betreten, denn an sich hat er ja noch so viele Bücher, die er lesen muss. Heute möchte er nur Kleidung kaufen.  Ganz sicher. Dr wird einfach vorbeigehen. Aber lasst uns mal beobachten, was als nächstes passieren wird.
Der Bücherwurm kommt der Buchhandlung näher und sein Schritt wird schneller. Dann ist er auf der Höhe mit der Buchhandlung und er bleibt stehen. Die Hände verkeilen sich ineinander, der Bücherwurm wippt etwas auf und ab. Er sieht unentschlossen aus.  Sein Blick geht von links nach rechts, er scheint alles abzusuchen. Ein Bereich der Buchhandlung scheint seine Aufmerksamkeit einzunehmen. Einen Schritt geht er vor und… dann geht er plötzlich mit festem Schritt weiter, verlässt den Bereich der Buchhandlung. Er hat es geschafft! Er konnte dem Drang widerstehen, diese zu betreten! Wir sind stolz auf den Bücherwurm.

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Aber was passiert denn jetzt? Der Bücherwurm kommt fast schon schreiend angerannt und betritt dann doch die Buchhandlung. Ach, was soll das denn jetzt? Du hast es fast geschafft, kleiner Bücherwurm. Nun steht er in der Buchhandlung, die Augen fangen an zu strahlen, man hört Engelsstimmen und ein helles Licht strahlt den Bücherwurm an. Oder es sind die Lampen und die Klimaanlage. Jedenfalls steht der Bücherwurm noch dort und die Augen huschen nun nach links und rechts, er schafft sich einen Überblick. Er wippt mit den Füßen, er ist ganz aufgeregt, wie ein kleiner Hund. Einige Ecken übersieht er schon fast, diese Bücher sind wohl nicht sein Genre. Dann plötzlich läuft der Bücherwurm ganz schnell zu einem Tisch mit vielen Büchern, darüber hängt ein Schild mit „Bestseller“. Aber diesen Tisch verlässt er nach 10 Sekunden, die Bücher kennt er wohl schon alle. Eilig läuft er in eine hintere Ecke, wo sich die Bücher seines Lieblingsgenres befinden. Er greift nach einem blauen Buch, dann nach einem grünen und einem gelben. Abwechselnd betrachtet er die einzelnen Bücher, liest sich in manche hinein. Der Bücherwurm versucht sich wohl für eines der Bücher zu entscheiden. Ob das gut geht? Er legt die Bücher vor sich ab und nimmt sich eins nach den anderen vor. Oh! Da kommt eine Leseratte, drängt sich in das Revier unseres Bücherwurms. Die Leseratte greift nach einem Buch des eben angelegten Bücherstapels des Bücherwurms. Dieser schaut die Leseratte böse an, macht sich groß und beschützt seinen Stapel. Die Leseratte zuckt zurück und gibt sich geschlagen. Eilig geht sie in eine andere Ecke der Buchhandlung.

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Der Bücherwurm widmet sich wieder seinem Stapel und geht plötzlich drei Schritte nach rechts und wieder nach links und wieder nach rechts. Er schaut konzentriert aus, scheint zu rechnen und nachzudenken. Er könnte einfach die nächste Woche auf Diät gehen und Oma besuchen und bei ihr essen. Dann sollte es klappen mindestens zwei der Bücher zu kaufen.

Einen Moment später bleibt der Bücherwurm stehen. Ein Buch strahlt ihn förmlich an. Das wollte er auch unbedingt lesen, so viele seiner Bücherwurmfreunde haben es für toll befunden. „DAS MUSS EINFACH MIT!“, scheint der Bücherwurm zu denken, rennt darauf zu und nimmt es in die Hand. Es fühlt sich richtig an, es passt so gut zu ihm. Sie sind seelenverwandt. Dafür muss er ein anderes aussortieren. Nun steht er da mit vier Büchern in den Händen, wirkt langsam ein wenig traurig und verzweifelt. Keines der Bücher möchte er hier lassen. Er möchte ihnen allen ein neues Heim geben. Also denkt er weiter nach. Wer braucht schon ein neues T-Shirt und eine Sonnenbrille? Die alten tun es doch auch. Der Bücherwurm seufzt. Zwei Minuten später steht eine nette Mitarbeiterin neben dem Bücherwurm, fragt ob sie helfen könne. Der Bücherwurm schaut sie an, hält ihr die vier Bücher hin und sagt: „Ach, ich werde sie doch eh alle kaufen! Ich möchte bitte bezahlen!“


So ihr Lieben,

ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß. Es ist einfach ein kleiner Beitrag für Zwischendurch 🙂

Ganz liebe Grüße

charline

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27 Kommentare zu „Der Bücherwurm in der Buchhandlung

  1. Was für eine schöne Geschichte 😁 Ich dachte zwar schon, dass es so enden würde, aber wirklich sehr niedlich zu lesen 😀
    Hingegen zu diesem Bücherwurm habe ich es gestern tatsächlich geschafft in eine Bücherhandlung zu gehen und kein Buch zu kaufen. Ich ging absichtlich zuvor alles andere einkaufen, damit ich nachher kein Bargeld mehr habe um in Versuchung zu geraten. Hat geklappt 😀
    Liebste Grüsse
    Julia

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  2. Hallo Charline!
    Einen sehr schönen Beitrag hast du da geschrieben! Es hat wirklich Spaß gemacht, deine kleine Geschichte zu lesen!😊
    Und mal ganz ehrlich: Jeder von uns kann sich doch in diesen Bücherwurm (oder die ein oder andere Leseratte) hineinversetzen.😉

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  3. Die Geschichte ist ganz wundervoll und ich vermute mal mit ein paar autobiographischen Zügen gespickt. 😉 Besonders süß fand ich ‚Bücherwurm‘ und ‚Leseratte‘. Da habe ich mir irgendwie direkt einen Wurm und eine Ratte/Maus vorgestellt und fühlte mich in die Welt des Romans der träumenden Bücher versetzt. Ich selbst helfe in einer Buchhandlung aus. Da bin ich leider sehr oft schönen Büchern ausgesetzt, zumal ich noch Rabatt bekomme. Aber Geld kostet die Sucht trotzdem, sodass ich mich noch öfter zusammen reißen muss. Danke für die kleine süße Geschichte. Liebe Grüße Luise

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  4. Hallo Charline,

    deine Geschichte ist wirklich toll. An so vielen Stellen konnte ich mich mit deinem Bücherwurm identifizieren und habe mich bildlich in der Buchhandlung laufen sehen ^^.
    Zum Glück schaffe ich es mittlerweile immer öfter eine Buchhandlung ohne Buch zu verlassen auch wenn das so seine Zeit braucht. Die Bücher müssen ja alle in die Hand genommen, gestreichelt und begutachtet werden! Mein Freund versteht das absolut gar nicht und möchte mich am liebsten immer aus der Buchhandlung zerren aber ich brauche diese Zeit auch irgendwie. Es bringt nichts, wenn einem andere vorschreiben sofort zu gehen oder keine Bücher zu kaufen man muss selbst zu dem Entschluss kommen.
    Momentan denke ich mir immer öfter „Liest du das Buch auch sofort oder wartet es dann nur traurig mit den anderen dass du dich evtl. nach Jahren dazu erbarmst es zu lesen?“, wenn ich ein Buch im Laden anschaue und es zur Kasse bringen möchte. Klar es gibt die ein oder andere Neuerscheinung, die ich dann kurz nach dem Kauf verschlinge aber meistens wandert ein neues Buch bei mir nur auf dem SuB und wartet dann was ich langsam echt schade finde.

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    1. Danke Kaddy für den mega Kommentar 🙂
      Ich kann mich in letzter Zeit auch immer beherrschen und denke genau wie du darüber nach, ob ich das Buch wirklich sofort brauche. Denn mein SuB ist leider schon hoch genug 🙈
      Aber manchmal muss auch so ein Ausflug in die Buchhandlung sein 🙂

      Liebe Grüße
      Charline

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