Rezension – Der Dinge-Erklärer – Randall Munroe

Titel: Der Dinge-Erklärer
Autor: Randall Munroe
Verlag: Knaus-Verlag
Genre: Sachbuch
Seitenanzahl: 68
Preis: € 24,99 [D], € 25,70 [A]
ISBN: 978-3-8135-0715-7


inhalt

Randall Munroe ist der „Dinge-Erklärer“: In Großformat und Farbe veranschaulicht er komplizierte Sachen in genialen Schaubildern. Sternbilder, Ökosysteme, Raketenantrieb, Auto- oder Flugzeugmotoren und vieles mehr. Durch Munroes coole Strichzeichnungen und seine witzigen Erklärungen (nur die 1000 häufigsten Wörter werden verwendet) macht Wissen wirklich Spaß. Erstklassig gestaltet und ausgestattet, mit Ausklappseiten und Poster. Originelle Mischung aus Wimmelbuch, „Was ist was?“ und Infographik. Das perfekte Geschenk für neugierige Leser.

(Quelle: Knaus)


meinemeinung

Nachdem ich von What if? so begeistert war, wollte ich auch Der Dinge-Erklärer lesen. Ich fand es toll, wie Munroe Dinge erklärt und seine Zeichnungen gefielen mir auch sehr.
Bei diesem Buch ist es anders. Mich aber eine Sache sehr. Munroe nutzt nur die 1000 häufigsten Wörter, um die Erklärungen zu vereinfachen. Nun, ich finde, dass diese Art alles viel verkompliziert.
Das Buch hat viele verschiedenen Themen. Von Technik, Natur bis zum einfachen Bleistift ist alles dabei. Dazu gibt es auf jeder Seite selbst gezeichnete Graphiken. Diese gefallen mir auch in diesem Buch wieder echt gut und es macht Spaß, sie anzuschauen. Daneben sind dann die Erklärungen. Es sind nicht ganze Texte, sondern jedes Teil (wie zum Beispiel einer Kamera) wird einzeln erklärt.
Jedoch habe ich schon sehr schnell gemerkt, dass es mir keinen Spaß machen wird, die Erklärungen zu lesen. Und zwar wegen diesen 1000 häufigsten Wörtern. Der Mars wird zur Roten Welt, das Vorhängeschloss zum Formprüfer, der Hubschrauber zum Himmelsboot mit Drehflügeln und so weiter. Was ein „Beutel mit Todeswasser“ in den Wasserbeuteln (Zellen) sein soll, weiß ich immer noch nicht. Und so geht es immer weiter. Die Beschreibungen kommen wir so seltsam vor und der Spaß am Lesen verging mir leider sehr schnell. Manchmal fiel es mir sehr schwer zu verstehen, was Munroe genau meint. Es wurde einfach alles so kompliziert umschrieben, da sehr viele Wörter für ihn ja tabu waren. Ich denke, er hätte auf die 1000 häufigsten Wörter verzichten sollen. Es ist zwar nett gemeint, dass Munroe nur die diese Wörter verwendete, um es leichter zu machen. Aber ein paar Fachbegriffe (und auch normale!) sind wirklich nötig. Zumindest offizielle Bezeichnungen! Aus diesem Grund habe ich viele Sachen einfach nicht gut verstanden. Kann natürlich aber auch an mir liegen. Mir persönlich gefällt die Art der Erklärungen also nicht. Viele finden das Buch auch sehr toll.
Am Ende des Buches haben sich auch die Übersetzer gemeldet und erklärt, wie sie vorgegangen sind. Und wie schwierig die Übersetzung war.  Denn die häufigsten deutschen Wörter sind ganz andere als die englischen. Und an sich sind die Sprachen ganz anders. Ich denke ich werde mir mal die Originalversion des Buches anschauen.

Positiv ist, dass die Themen sehr vielfältig sind und der Aufbau und die Gestaltung des Buches sehr gelungen ist. Die Zeichnungen sind einfach toll und es sind auch Seiten zum Aufklappen und eine Karte vorhanden.

Um wirklich etwas zu lernen, sollte man zu einem anderen Buch greifen. Dieses kann man vielleicht nutzen, wenn man von den Dingen schon Ahnung hat und weil die Zeichnungen einfach genial. Ich bin leider enttäuscht.

Hier könnt ihr euch die ersten Seiten des Buches anschauen: Leseprobe


FAZITDer Dinge-Erklärer ist vielleicht ganz nett, aber wirklich dazu lernen kann man meiner Meinung nach nicht mit dem Buch. Die Idee ist toll, aber es fehlen einfach bestimmte (Fach-)Begriffe, oft habe ich nicht verstehen können, was Munroe genau mitteilen möchte. Die Umschreibungen haben meiner Meinung nach leider alles verkompliziert.


Ich danke dem Bloggerportal und dem Knaus-Verlag für das Rezensionsexemplar

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2 Kommentare zu „Rezension – Der Dinge-Erklärer – Randall Munroe

  1. 68 Seiten – ich kenne Leute für die ist das gerade mal in Ordnung von der Länge her:) Ich hätte gerne 680 Seiten.

    Ja, wenn man gewisse Begriffe einfach gar nicht verwendet, wird es schwierig mit dem Erklären.
    Vielleicht liegt es aber auch an der Übersetzung und im Original ist es viel besser zu lesen? Kann ich mir gerade hier sehr gut vorstellen

    Liebe Grüße,
    Valerie

    Gefällt mir

  2. Huhu,

    ich finde ja grade diese Sache nur die 1000 häufigsten Wörter zu verwenden am witzigsten an diesem Buch. Vielleicht habe ich aber auch den Vorteil, dass ich rudimentär von allen vorgestellten Dingen bereits die Funktionsweise kannte. Das Periodensystem fand ich z.B. klasse.

    Liebe Grüße,
    Lena

    Gefällt 1 Person

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