Rezension – Der Marsianer – Andy Weir

Heute möchte ich euch Der Marsianer vorstellen

Titel: Der Marsianer
Autor: Andy Weir
Verlag: Heyne
Genre: Roman
Seitenanzahl: 509
ISBN: 978-3-453-31583-9


 

Vor dem Buch

Der Marsianer stand überall auf den Bestsellerlisten und überall wurde das Buch hoch gelobt. Trotzdem war ich mir nicht ganz sicher, ob ich das Buch wirklich lesen wollte. Eines Abends entschieden mein Freund und ich uns, ins Kino zu gehen. Der Marsianer lief und wir dachten uns ‚Warum nicht?‘. Und ich war von dem Film wirklich begeistert. Also wollte ich das Buch doch lesen. Allein schon wegen dem Cover! Im Dezember habe ich dann ein paar Payback Punkte gegen das Buch eingetauscht und begann zu lesen.


 

Cover

Der Marsianer von Andy Weir

Ich liebe das Cover so sehr! Ich habe mir sogar das Paperback-Buch gekauft, weil es so wunderschön ist!


 

Klappentext

Bei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watney in einen Sandsturm und wird bewusstlos. Als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Nahrung. Ohne Ausrüstung. Und ohne Crew, denn die ist bereits zurück auf dem Weg zur Erde. Für Mark Watney beginnt ein spektakulärer Überlebenskampf…


 

Inhalt

Mark Watney ist wegen einem Unglück auf dem Mars. Alleine. Ganz alleine. Seine Crew nimmt an, dass Mark im Sandsturm gestorben ist und fliegen alleine zurück zur Hermes. Doch Mark ist nicht tot. Auch die Menschen auf der Erde nehmen an, dass Mark nicht überlebt hat, denn er hat keine Möglichkeit mit irgendjemanden Kontakt aufzunehmen. Er muss alleine zurechtkommen und versuchen, zu überleben. Und dass ist auf dem Mars gar nicht so einfach…

Nach einer brillanten Idee schafft es Mark, Kontakt zur Erde aufzunehmen. Die NASA setzt alles daran, ihn zu retten. Aber bis dahin muss Mark überlegen, wie er auf den Mars an essen und trinken kommen kann. Wird er überleben?


 

Meine Meinung

Schon der Einstieg des Buches hat mich überzeugt. Der Leser ist sofort mitten im Geschehen und bangt um Mark. Die Kapitel des Buches sind einzelne Logbücher aus der Sicht von Mark. Die meisten Kapitel sind kurz und bestehen aus einem Marstag, dem Sol. Außerdem sind manche Kapitel aus der Hermes und der Sicht von Marks Crew. Weiterhin gibt es Kapitel aus der Sich von der Erde, den NASA Mitarbeitern geschrieben.
Dadurch hat man einen breiten Einblick in das Geschehen und weiß, wie der Rettungsplan der NASA vorankommt. Der Großteil des Buches besteht aber natürlich aus der Sicht  von Mark.

Und dieser hat viel zu tun. Er befindet sich alleine auf dem Mars und muss an Essen und trinken kommen. Außerdem hat er einen Plan. Dafür muss er aber weit reisen. Also muss er viel experimentieren und bauen. Und das bedeutet viel Physik und Chemie.
Der Marsianer ist ein Science Fiction Roman und besteht aus vielen Berechnungen und Überlegungen, die sich mehrere Seiten lang ziehen. Aber sie sind verständlich erklärt und auch für Laien gedacht. Aber trotzdem wurde es mir manchmal zu viel. Meine Leistungskurse in der Schule waren Physik und Chemie, aber trotzdem habe ich nicht immer alles verstanden und manchmal hatte ich auch echt keine Lust mehr auf Marks Gedanken. Aber zu so einem Buch gehört das natürlich dazu. Denn es ist wichtig, dass Mark alles genau berechnet, sonst ist er tot. Das Technische ist einfach für die Handlung nötig.

Aber die Längen werden durch anderes ausgeglichen. Denn Mark ist einfach der Wahnsinn. Trotz seiner aussichtslosen Lage bleibt er witzig und sarkastisch. Oft musste ich einfach lachen und meinem Freund Stellen aus dem Buch vorlesen, da sie so grandios waren. Der Sarkasmus, den Mark an den Tag gelegt, ist super und gibt dem Buch das Besondere etwas.

Was mir ein wenig gefehlt hat, waren Emotionen. Mark ist alleine auf einem Planeten, ohne menschlichen Kontakt, aber man bekommt nicht mit, ob er tief traurig ist oder schreckliche Angst hat. Er nimmt es einfach so hin. Ich hätte gern mehr über seine Gefühle gewusst. Meistens schreibt er nur darüber, was er alles gebaut hat. Mir war es oftmals einfach zu trocken.

Trotz dass ich den Film geschaut habe, hat das Buch nicht an Spannung verloren. Ich klebte förmlich zum Ende hin an den Seiten und konnte das Buch nicht weglegen. Obwohl ich wusste, wie es ausgeht. Trotz mancher Längen bleibt das Buch spannend.


 

Fazit

Andy Weir hat einen sehr besonderen und faszinierenden Roman geschrieben. Man lernt viel dazu und nun weiß ich, wie ich überleben kann, falls auch ich mal alleine auf dem Mars lande. Der „technische Kram“ wird durch den grandiosen Humor wieder wett gemacht. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und war fasziniert von der Geschichte. Ich ziehe einen Stern ab, da mir etwas das Persönliche gefehlt hat und es mir manchmal einfach zu technisch wurde.

Ich gebe 4 von 5 Sternenbrisen


 

Habt ihr das Buch gelesen, oder den Film geschaut?

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17 Kommentare zu „Rezension – Der Marsianer – Andy Weir

  1. Hey,
    leider konnte ich den Film bisher noch nicht schauen, das Buch hat mir aber sehr gut gefallen! Hin und wieder fühlte ich mich zwar,was die technischen und physischen Details anging, etwas überfordert, trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, es zu lesen. Und etwas schlauer wurde ich dadurch auch noch! 😀
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  2. Ich muss sowohl das Buch lesen, noch den Film schauen – ich habe den Wirbel um das Buch zwar schon mitbekommen, aber ich dachte irgendwie, es wäre nichts für mich. So viele scheinen den Humor und die Geschichte aber so zu lieben, dass ich offenbar etwas verpasse, wenn ich es nicht lese. 😀

    Gefällt 1 Person

  3. Für mich war das Buch eines der besten, dass ich letztes Jahr gelesen habe (Rezension: http://wp.me/p3UWhk-1pX). Die technischen Details waren schon anspruchsvoll, aber das hat das Ganze auch so glaubwürdig gemacht.
    Im Übrigen fand ich überhaupt nicht, dass es an Emotionen fehlte. Er ist halt ein sarkastischer Charakter, der alles mit Humor überdeckt, um überhaupt weitermachen zu können – unterschwellig waren Angst und Einsamkeit jedoch immer spürbar. Hätte er sich all den negativen Gedanken hingegeben, hätte er nicht überlebt. Das fand ich echt realistisch umgesetzt.
    Dafür wirkten dann die wenigen Szenen, in denen er Emotionen offen ausdrückt (sich vor Angst im Marsrover verkriecht oder vor Erleichterung weint) besonders stark. Das war genau meine Kragenweite! 😉

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