Rezension – Die Flüsse von London – Ben Aaronovitch

Ich habe euch eine neue Rezension mitgebracht. Und zwar die dem Auftakt einer Reihe von Ben Aaronovitch.

Das Buch heißt Die Flüsse von London und spielt in meiner Lieblingsstadt. Bevor ich mit der Rezension beginne, möchte ich euch noch erzählen, wie ich zu dem Buch gekommen bin.

In meiner Mittagspause in der Uni bin ich vor Wochen wie so oft in Thalia gegangen und habe mich einfach mal umgeschaut. Schnell fiel mir dieses Buch auf, da ich das Cover einfach toll finde. Also habe ich es gleich mal in die Hand genommen, um mir den Klappentext durchzulesen. Und plötzlich fängt neben mir jemand an zu reden. „Dieses Buch ist einfach klasse, sogar meine Familie, die eigentlich gar nicht gerne liest, hat es in wenigen Tagen verschlungen.“ Neben mir stand eine junge Auszubildende. Wir haben uns noch weiter über das Buch unterhalten und sie meinte, dass es in einer Zeitung als „Harry Potter auf Speed“ bezeichnet wurde und ab diesem Punkt war klar, ich muss es haben. Also habe ich es auf meine Wunschliste im Handy abgespeichert, auf die auch schlauerweise mein Freund Zugriff hat. Wenige Tage später kam er mit einem Geschenk in der Hand die Tür herein. Und ihr könnt es schon erraten: Das Geschenk war „Die Flüsse von London“. Ja so kam ich an das Buch. Und ob ich mit der Meinung des Azubi im Thalia übereinstimme, könnt ihr jetzt lesen.

Titel: Die Flüsse von London
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv
Genre: Roman
Seitenanzahl: 478
ISBN: 978-3-423-21341-7


Cover

dtv
dtv

Ich habe ja schon oben erwähnt, dass ich das Cover liebe. Es wirkt einerseits durch die Farben „alt“ und ich musste auch allein wegen der Lupe schon an Sherlock Holmes denken. Auch mag ich sehr die Karte von London und das Rot des Flusses, was so auffällig ist im Gegensatz zu den Brauntönen. Und oben steht ja schon, dass ich das Buch nicht kannte und nur wegen dem Cover in die Hand genommen habe.


Klappentext

Können Sie beweisen, dass Sie tot sind?

Peter Grant ist frischgebackener Police Constable, als man ihm einen unerwarteten Karrierevorschlag macht: Er soll Zauberlehrling werden, der erste in England seit fünfzig Jahren. Jetzt muss er sich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin aushandeln, Leichen in Covent Garden ausgraben… Alles ziemlich anstrengend.
Und der Papierkram!


Inhalt

Das Buch gehört zum Genre des Urban Fantasy, was bedeutet, dass Fantasyelemente in die reale normale Welt verlagert wurden. Und dass es sowas gibt, wusste Peter Grant auch nicht, sondern erst als er einen Geist getroffen hat, welcher als Zeuge dient. Denn Peter arbeitet mit seiner (leider nur guten) Freundin bei der Londoner Polizei. Eines Tages wird Peter zu einem Mord gerufen. Und nicht zu einem der leichten Sorte. Denn irgendjemandem wurde der Kopf abgeschlagen. Als Peter kurz alleine ist, trifft er auf einen Geist. Und Peter ist Polizist, also muss er tun, was er tun muss: Er befragt den Zeugen Geist, der etwas gesehen haben will. Schnell merkt der Polizeiinspektor und Magier Nightingale, dass Peter das Zeug zum Magier hat, und unterrichtet ihn. Zu Peters Leiden aber auch in Latein und anderen langweiligen Fächern. Und währenddessen merkt Peter, dass die Welt nicht so ist, wie er immer dachte. Wer geht denn schon davon aus, dass die Flüsse Götter haben? Und dass sich genau die Götter der Themse streiten? Und er hätte niemals gedacht, dass die Tochter von Mama Themse echt gut aussieht. Und ausgerechnet er soll noch den Konflikt der Götter Themse lösen. Denn nebenbei muss er noch Menschen davor retten, dass ihre Gesichter abfallen und einem Mörder auf die Spur kommen, der gar nicht in seiner Zeit lebt. Achja, natürlich muss er ja auch noch den Unterricht in Magie nehmen.


Meine Meinung

Ich muss gleich sagen, dass ich hohe Erwartungen von dem Buch hatte. Denn einerseits vereint es meine beiden Lieblings-Genres in einem Buch: Krimi und Fantasy und anderseits waren so viele Menschen begeistert von dem Buch. Schon auf den ersten Seiten musste ich schmunzeln und auch lachen. Denn ich möchte es gleich sagen: Dieses Buch ist einfach ironisch und witzig geschrieben. Und das durch das ganze Buch hindurch. Meiner Meinung nach ist Peter ein toller Hauptcharakter, den ich gleich mochte. Das Buch ist aus seiner Ich-Perspektive geschrieben. Peter hat mich mit seinen Gedanken und Aussagen oft zum Schmunzeln gebracht, denn diese sind oft sehr ironisch formuliert, was ich sehr mag. Was ich auch faszinierend fand ist, dass Peter Physik sehr mochte und das ist natürlich ein Kontrast zu seiner erst entdeckten Magie. So kommt es, dass er oft versucht, die Magie mit der Physik zu erklären. (Dieser Aspekt hat mich aber oft auch sehr verwirrt). Eine Person, die ich auch sehr mochte, ist Beverly, die Tochter von Mama Themse. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen und war mir gleich sympathisch. Ich muss sagen, dass mir die vielen Handlungen manchmal ein wenig verwirrt haben. Mal geht es um den Konflikt der Götter Themse, dann um die Morde oder Vampire. Ich kam da manchmal ein wenig durcheinander. Dieser Aspekt hat mich persönlich gestört. Peter hat einfach so viel zu tun :D. Aber das kann auch daran liegen, dass ich das Buch zwei Wochen zur Seite legen musste und dann wieder schlecht in die Handlung reinkam. Aber die Auflösung des Falls hat mir sehr gut gefallen und war für mich überraschend. Das Buch handelt auch von Londons Geschichte, die immer mal wieder aufgegriffen wird. Zum Beispiel wird viel zu Londons Flüssen erzählt (sagt ja schon der Titel). Das hat mir auch gut gefallen. Man bekommt viel von London mit. Was erwähnt werden muss, ist dass die Geschichte nicht die geringste Ähnlichkeit hat mit Harry Potter. Die Magie ist eine ganz andere in die Flüsse von London. Es gibt dort nicht mal Zauberstäbe. Aber das soll jetzt kein Minuspunkt sein, sondern ich möchte es nur gesagt haben. Weiterhin haben mich die Charaktere des Buches überzeugt. Sie sind sehr phantasievoll gestaltet und es hat Spaß gemacht über sie zu lesen. Sie wurden sehr gut beschrieben und man konnte sich ihr Verhalten gut vorstellen. Zum Schluss möchte ich noch Aaronovitch‘s Schreibstil erwähnen, der mich überzeigt hat. Er ist flüssig zu lesen und ich mag seine ironische und witzige Art.


Fazit

Die Flüsse von London ist ein sehr unterhaltsames Buch, was mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Ich habe es gern gelesen und auch hat es mir Spaß gemacht. Es ist wirklich sehr phantasievoll und es gibt sehr faszinierende und erstaunende Charaktere in diesem Buch. Jedoch muss ich sagen, dass ich nicht dachte „Ich muss weiterlesen“, sondern auch gut damit zurechtkam, dass ich mal zwei Wochen lang nicht wusste, wie es weitergeht. Das Buch hat mich einfach nicht richtig gefesselt. Insgesamt hat mich das Buch aber wirklich und ich möchte auf jeden Fall den zweiten Band der Reihe lesen.

Wer Lust hat, mal wieder einen unterhaltsamen und witzigen Roman zu lesen und auf Fantasy und Krimi steht, sollte zu dieser leichten Lektüre greifen.

Ich vergebe 3 von 5 Sternenbrisen

Kaufen? Leseprobe?

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13 Kommentare zu „Rezension – Die Flüsse von London – Ben Aaronovitch

  1. So ähnlich kam ich auch an das Buch ^^ Nur das mich niemand angesprochen hat, sondern ich einfach nur Harry Potter und London gelesen hab und das Cover einfach toll fand.
    Ich selbst mag dieses Buch und den Stil, hätte aber auch mehr erwartet.. mal sehen wie die anderen Bücher so werden
    Deine Rezi gefällt mir wirklich sehr gut ^^ Und sie ist nachvollziehbar

    Gefällt 1 Person

  2. Ich kann mich deiner Meinung zu dem Buch nur anschließen. Ich habe es zwar am Stück gelesen, aber richtig gefesselt hat es mich auch nicht. Die Geschichte hat mir aber, trotz der vielen Verwirrungen, die du ja auch genannt hast, sehr gefallen! Das Verlangen, mir direkt den nächsten Band zu kaufen, hatte ich auch nicht. Habe es, glaube ich, im Dezember gelesen und mittlerweile habe ich doch richtig Lust auf den zweiten Band und habe ihn mir vor kurzem gekauft. 🙂 Es ist ja auch mal schön, eine nette Geschichte zu lesen, die einen nicht gleich vollständig vereinnahmt. 😀

    Gefällt 1 Person

      1. Huhu,

        ja stimmt. Das vesteh ich auch nicht so. Ja, bis drei les ich auf jeden Fall. Danach mal sehen. Ich hatte drei mal irgendwann zu Weihnachten bekommen und mir deswegen nach Jahren dann auch mal eins gekauft. War nicht meine Priorität, stand aber auch auf meiner ellenlangen Wunschliste. Aber vielleicht werd ich zwei auch auf E-Book lesen. LG corly

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  3. Liebe Charline!

    Mir ist aufgefallen, dass wir über Bücher wie über Essen reden. „Es hat mich voll vereinnahmt“, oder „es ist eher etwas für zwischendurch“, aber auch „das war nicht so wirklich meins.“

    Hm, ich glaub ich setz es mal auf die WuLi, weil London ist schon eine tolle Stadt:)

    Harry Potter auf Speed? Was ist das denn bitte für ein Ausdruck?

    Ich muss sagen, dass ich auch ironische Sätze manchmal sehr mag – das Buch hört sich nach etwas für mich an.
    Dass die Flüsse Götter haben finde ich übrigens eine sehr interessante Idee, und, ach ja, bei Mama Themse musste ich echt schmunzeln:)

    Liebe Grüße,

    Valerie

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    1. Hahaha, so habe ich noch nie darüber nachgedacht, aber stimmt. Aber Bücher sind mir genauso wichtig wie Essen 😀
      Ja an sich ist die Idee hinter dem Buch echt cool. Es gibt ja glaube ich schon sechs Teile oder so!

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  4. Hallo Charline,
    ich mag dieses Buch sehr und fand es spannend, Deinen Eindruck zu lesen. Ich konnte das Buch damals gar nicht aus der Hand legen und muss unbedingt auch mal die weiteren Bände kaufen (ab Band 4 hat mir die Zeit gefehlt).
    Übrigens: Du hast ein echt schickes Designs! Gefällt mir sehr gut 🙂
    Liebe Litnetzwerk-Grüße
    Sarah

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