Rezension – Todesmarsch – John Bachman

Und heute stelle ich euch das Buch Todesmarsch von John Bachman alias Stephen King vor.

Todesmarsch – John Bachman (Stephen King)

Titel: Todesmarsch
Autor: Stephen King mit seinem Pseudonym John Bachman
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 316
Genre: Roman
ISBN: 978-3-453-43691-6

Cover

Ich finde das Cover sehr ansprechend. Eigentlich mag ich es nicht sehr, wenn der Autorenname größer als der Titel des Buches ist. Aber da jeder King kennt, ist es hier meiner Meinung nach okay. Das Bild sagt schon viel über das Buch aus und passt zum Titel. Die Geher laufen sich die Füße wund und blutig.
Insgesamt hat mich das Cover sehr angesprochen.


Klappentext

Staatschef „Major“ organisiert zur allgemeinen Belustigung einen „Todesmarsch“, einen Marathon auf Leben und Tod, an dem 100 Jugendliche teilnehmen. Nur einer kann siegen, uni die Überlebenschancen stehen 1:100. Die Verlierer erwartet der Tod…


Inhalt

Alljährlich findet der Todesmarsch in den USA statt. Die Geher haben sich freiwillig angemeldet. Sie müssen laufen. Und das am Stück. Wenn sie stehen bleiben oder auch nur zu langsam werden, bekommen sie eine Verwarnung. Insgesamt können sie drei Verwarnungen erhalten. Eine vierte gibt es nicht. Denn dann werden sie von einem der vielen Soldaten erbarmungslos erschossen. Insgesamt laufen sie mehrere Tage lang. Dem Publikum gefällt dies natürlich sehr gut und es feiert die Geher. Garraty nimmt dieses Jahr an dem Marsch teil. Dort lernt er schnell Freunde kennen. Aber ist der Sieg wirklich ein Sieg, wenn dafür deine Freunde sterben müssen?

Meine Meinung

Stephen King hat meiner Meinung nach mit Todesmarsch ein sehr gutes Buch geschrieben. Man bangt mit den Gehern mit und hofft immer, dass sie jemand aufhalten wird. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum an diesem Marsch freiwillig teilgenommen wird. Die Geher wissen das größtenteils auch nicht genau. Das hat mich auch ein wenig gestört. Die Beweggründe bleiben meist offen. Ist es der Preis, der sie teilnehmen lässt? Aber sie wissen ja auch, dass 99 andere ihr Leben lassen müssen. Fühlt sich das Gewinnen dann immer noch an wie ein Sieg? Ich mag King’s Schreibstil sehr. Dieser ist sehr flüssig und ich finde ihn in diesem Buch nicht langatmig, wie ich das schon bei anderen seiner Werke erlebt habe. Eindrucksvoll schildert er, wie sich die Geher fühlen, was für Gedanken man hat, wenn man weiß, dass man schnell sterben wird, wenn man nur ein wenig zu langsam wird. Besonders gefallen mir die Zitate, die bei jedem neuen Kapitel gebracht werden. Es sind Zitate, die größtenteils mit Gameshows zu tun haben. Auch die Gespräche der Teilnehmer habe ich verschlungen. Es kamen so viele verschiedene Themen auf. Vor Allem aber das Leben und der Tod. Aber es wird auch gelacht. Die Geher freunden sich an und fragen sich, ob man sich gegenseitig helfen soll. Denn der Sinn des Marsches ist ja eigentlich, dass alle bis auf einer sterben sollen. Es ist herzzerreißend, besonders in der Freundschaft von Garraty und einem anderen Jungen. Das Wissen, dass alle Charaktere, die erwähnt werden, außer einem, sterben werden, lässt einem beim Lesen ängstlich werden. Auf jeder Seite kann jemand sterben. Man kann keine Person zu sehr ins Herz schließen. Man fühlt sehr mit den Charakteren mit. Man spürt wie sie mit jedem Schritt leiden und auf den Tod zugehen. Von Seite zu Seite merkt man, wie die Geher erschöpfter und verrückter werden. Sie verlieren den Verstand, aber es gibt keinen Ausweg, außer weiterzulaufen. Nur die Hoffnung auf das Leben lässt sie weitergehen.

Fazit

King schafft es aufzuzeigen, zu was der Mensch alles fähig ist. Und das vor Allem in Todesangst. Ich konnte mich durch seinen Schreibstil sehr gut in den Protagonisten hineinversetzen und mit ihnen mitleiden. Ich hatte das Buch sehr schnell zu Ende gelesen, da ich das Ende nicht mehr abwarten konnte. Wer wird überleben? Wer wird der Sieger? Oder wird etwas anderes passieren? Ich musste auch ein wenig an die Tribute von Panem denken. Dort heißt es auch: Alle gegen Alle. Nur einer kann gewinnen. Und die Menschen die zugesehen haben, haben sich auch über jeden neuen Toten gefreut und mitgefeiert. Wird die Welt irgendwann so sein? Muss jemand sterben, damit Spiele interessant werden? King lässt einen nach dem Lesen des Buches nachdenklich zurück.

Ich vergebe 5 von 5 Sternenbrisen

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6 Kommentare zu „Rezension – Todesmarsch – John Bachman

  1. Guten Morgen,
    ich habe dieses Buch vor ewiger Zeit das erste Mal gelesen (ich vermute, dass es knapp 20 Jahre her ist, denn ich erinnere mich, dass ich noch zur Schule ging). Ich fand es damals großartig. Sehr bewegend, sehr spannend. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Ich hoffe, dass Todesmarsch noch viele begeisterte Leser findet, auch wenn es schon etwas älter ist.
    LG
    Yvonne

    Gefällt 1 Person

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